Konsistenz

Aus ErschließungsWiki
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Die Konsistenz der Erschließungsergebnisse ist ein wesentliches Qualitätsmerkmal von bibliothekarischen Informationssystemen. Für eine möglichst hohe Konsistenz müssen gleiche Inhalte in unterschiedlichen Dokumenten von unter Umständen unterschiedlichen Personen gleich erschlossen werden. Die Konsistenz bezieht sich demnach auf drei Aspekte:

  • auf den Erschließer: das Maß, in dem unterschiedliche Personen das gleiche Dokument gleich erschließen
  • auf den Zeitpunkt des Erschließens: das Maß, in dem dieselbe Person das gleiche Dokument zu unterschiedlichen Zeitpunkten gleich erschließt
  • auf die Dokumente: das Maß, in dem gleiche/ähnliche Inhalte in verschiedenen Dokumenten gleich erschlossen werden

Das Qualitätskriterium der Konsistenz betrifft die Sacherschließung (durch Stichworte, Schlagworte und Vergabe von Notationen einer Klassifikation) wie auch die Formalerschließung (hier besonders die bevorzugten und abweichenden Namensformen von Personen und Körperschaften). Sowohl die Formal- als auch die Sacherschließung verwenden Normdaten der Gemeinsamen Normdatei zur Erhöhung der Konsistenz.

Der Recall, d.h. dass das Informationssystem alle relevanten Suchergebnisse aus der Datenbank in der Trefferliste anzeigt, hängt wesentlich von der Konsistenz der Erschließungsdaten ab.

Literatur

  • Bertram, Jutta: Einführung in die inhaltliche Erschließung. Grundlagen - Methoden - Instrumente. Würzburg 2005. S. 73.