Resource Description and Access

Aus ErschließungsWiki
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Resource Description and Access (RDA) ist ein Regelwerk zur Erschließung von Medien und anderen Ressourcen. Das Regelwerk basiert auf den AACR. Es soll erstmals einen internationalen Standard für die Katalogisierung umsetzen und löst die RAK-WB ab. Der eigentliche Regelwerkstext, der im RDA Toolkit online zur Verfügung steht, wird dabei ergänzt um lokale Anwendungsbestimmungen und Erfassungshilfen, so beispielsweise für den deutschen Sprachraum (D-A-CH).

Geschichte

Die RDA wurden zunächst unter dem Titel AACR3 entwickelt, sollten also schlicht ein Nachfolgewerk für die AACR2 bilden. Als jedoch Kritik aufkam, dass die bisherigen Entwürfe nicht umfassend genug seien, wurde 2005 unter dem neuen Titel "Resource Description and Access", kurz RDA, ein neues und international anwendbares Regelwerk zum Ziel des Projektes erklärt. Das erste Release des RDA Toolkits erfolgte im Juni 2010. Seitdem wird das Regelwerk ständig überarbeitet und verbessert, neue Regeln hinzugefügt und veraltete entfernt.

Umstieg in Deutschland

In Deutschland wurde der Umstieg auf RDA im Oktober 2011 vom Standardisierungsausschuss empfohlen. Diese Empfehlung wurde dann mit Erarbeitung einer deutschsprachigen Übersetzung und der Anwendungsrichtlinien für den deutschsprachigen Raum (D-A-CH) umgesetzt. erfolgte der vollständige Umstieg auf RDA im Herbst 2015. Die Mitarbeiter der Bibliotheken wurden in dreitägigen Umsteigerschulungen in die Grundlagen des neuen Regelwerks eingeführt. Seit Dezember 2015 werden verpflichtend sämtliche Katalogaufnahmen nach RDA, nicht mehr nach RAK-WB erstellt, jedoch dürfen alte RAK-Aufnahmen nachgebessert werden. Die Behandlung der Altdaten stellt jedoch ein bislang ungeklärtes Problem dar.

Weblinks

  • Ausführliche Informationen zu den RDA auf den Seiten der DNB (zugegriffen am 28.02.2015)

Literatur

  • Wiesenmüller, Heidrun: Basiswissen RDA. Eine Einführung für deutschsprachige Anwender. Berlin: De Gruyter Saur 2015, S. 23ff